Zu Fuß durch Island
Island ein Land der Extreme. Feuer, Wasser und Eis prägen das Landschaftsbild der größten Vulkaninsel der Erde. Diese Naturgegebenheiten bieten ein unerschöpfliches Potenzial für Extremreisende. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Schneemobil oder auf dem Rücken eines Pferdes, Island ist immer eine Herausforderung, denn plötzliche Wetterumschwünge und Furtdurchquerungen lassen auf der Karte einfach erscheinende Wege schnell zu Gefahrenstellen werden. Doch gerade diese rauhen Naturgewalten machen jeden Islandurlaub zu einem einmaligen Erlebnis.
Island lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Das Land aus Feuer und Eis ist bekannt für seine große Anzahl gut markierter Hiking Trails. Die Vielfalt ist überwältigend. Es stehen je nach Region bewirtete Hütten, Selbstversorgerhütten und Zeltplätze zur Verfügung. Grundsätzlich ist auch wildes Zelten erlaubt, jedoch nicht in Naturschutzgebieten, auf kultivierten Böden und in der Nähe von Zeltplätzen. Einer der berühmtesten und auch beliebtesten Hiking-Treks in Island verläuft von Landmannalaugar über Þórsmörk mit Überquerung des Fimmvörðuháls nach Skógar. Begleitet wird der Wanderer auf dieser etwa 80 km langen Strecke, für die in der Regel 6 Tage veranschlagt werden, von Lavabergen, Gletschern, Wasserfällen und heißen Quellen. Sie ist auch für Anfänger geeignet. Der schwierigste Fernwanderweg Islands führt durch die Lónsöræfi an der Südostküste zum Snæfell. Wer die besondere Herausforderung sucht, dem sei z.B. eine Gletscherwanderung auf dem Vatnajökull empfohlen, dem größten Gletscher Europas. Er bedeckt eine Fläche von 8100 qkm und wurde einschließlich einiger angrenzender Naturschutzgebiete im Juni 2008 zum größten Nationalpark Europas erklärt. Dieses Abenteuer sollten allerdings nur erfahrene Bergwanderer mit Gletschererfahrung wagen.
Island hat für jeden Wanderer den richtigen Trek. Viele der Treks sind auch durch kleinere unkbekanntere Wanderwege wieder miteinander verbunden, sodass man endlos gehen und sich mit der rauhen Natur messen kann. Natürlich kann man auch abseits der bekannten Wege wandern und sich seine eigene Strecke durch das Hochland suchen, doch sollte man in diesem Fall auch die Gefahren reißender Gletscherflüsse oder plötzlich auftretender Sand- und Schneestürme kennen und einschätzen können.
Die Erfahrung Island per pedes zu erlaufen ist auf jedem dieser Wege ein Erlebnis, von dem man noch lange zehren wird.
Bildquelle: Ronald Kayser / pixelio.de






